PS3-Hacker sammelt mehr als 10.000 $ zu seiner Verteidigung

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Der bekannte US-Hacker George „GeoHot“ Hotz will sich gegen eine anstehende Sony-Klage zur Wehr setzen und hat 10.000 US-Dollar zu seiner Verteidigung und zur Finanzierung seines Rechtsbeistandes über Spenden gesammelt.

Am Anfang des Jahres hatte Hotz, der bereits u.a. das iPhone geknackt hatte, die Sicherheitssysteme der PlayStation 3 so umgangen, dass die Konsole sämtliche Software als autorisiert ansieht, und den entsprechenden Code auf seinem Blog veröffentlicht.

Hotz, dessen beiden Anwälte in dem Fall gegen fünf Sony-Juristen antreten, hat den Spendenbetrag bereits komplett eingesetzt, um aufgelaufende Rechnungen aus dem Rechtsstreit zu begleichen. Gleichzeitig bittet er in seinem Blog um weitere Spenden: „Ich möchte, sowie dies vor Gericht geht, dass Sony einigen der härtesten Anwälte in diesem Geschäft gegenüber steht.“

Hotz stellt sich auf den Standpunkt, dass er nach Erwerb der Hardware damit verfahren könne, wie es ihm beliebt, und dass die Umgehung der Sicherheitsvorkehrungen lediglich privaten Interessen diene.

Er sei ein Gegner von Massen-Piratierie, verbreite keine urheberrechtlich geschützte Arbeit außer seine eigene und wäre für digitales Rechtemanagement. „Zum Beispiel glaube ich, dass Apple jedes Recht dazu hat, ihr iPhone in der Fabrik abzuschotten so sehr wie sie es wollen, aber sobald es bezahlt ist und mir gehört, habe ich das Recht es zu knacken, zu zerstören, Jailbreaks zu finden, es anzusehen und es zu hacken“, so Hotz. „Glücklicherweise sehen das die Gerichte in diesem Punkt genauso.“

Inzwischen soll Sony unbestätigten Medienberichten zufolge an einer weiteren, gegen sogenannte Jailbreaks sicheren PS3-Variante mit 300GB-Festplatte arbeiten und Warenbestände älterer Modelle notfalls mit Preissenkungen durchverkaufen zu wollen.