Vivendi vs. Ubisoft: Schlacht um Aktien hat begonnen

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Der größte französische Medienkonzern Vivendi kauft aggressiv Anteile an Ubisoft. Gerade hat das  Unternehmen seine Beteiligung am französischen Spieleentwickler von 6,2 Prozent auf insgesamt 10,4 Prozent ausgebaut.

Das Finanzvolumen für die Aufstockung beträgt 244 Millionen Euro. Ubisoft hingegen ist nicht daran interessiert, weitere Anteile an Vivendi zu verlieren. In einem Statement bezeichnete man die Aufstockung als „unwillkommene und unerwünschte“ Übernahme.

Ubisofts CEO, Yves Guillemot, wandte sich in einer email an die Mitarbeiter und versicherte, dass man für den Erhalt seiner Unabhängigkeit „kämpfen“ wolle.

Vivendi sieht den Deal als „Teil einer strategischen Vision und Zusammenführung von Vivendis Inhalten auf der einen, und Ubisofts und Gamelofts Videospielproduktionen auf der anderen Seite.“

Vivendi stellte gleichzeitig klar, dass keine dritte Partei mit dem Kauf der Anteile in Verbindung steht: „Vivendi handelt aus eigenem Antrieb und nicht einvernehmlich mit einer dritten Partei und hat kein zwischenzeitliches Verkaufsabkommen abgeschlossen, welches Ubisofts oder Gamelofts Anteile oder Stimmrechte betrifft.“

Vivendi behält sich vor, die Anteile an Ubisoft noch weiter zu erhöhen und macht diese Entscheidung von der Entwicklung der Marktsituation abhängig.

Neben der Anteilsaufstockung bei Ubisoft, hat Vivendi auch 34,4 Millionen Euro in die Aufstockung seiner Gameloft-Aktien gesteckt. Hier hält man nun 10,2 Prozent des Unternehmens.