Es scheint, als würde mit der steigenden Popularität des eSports auch das Bewusstsein der Sportler für ihre Rechte wachsen. Zumindest kommt es vermehrt vor, dass die Spieler für bessere Bezahlungen und Arbeitsbedingungen kämpfen. Aktuell hat die Professional eSports Association ihre Debutsaison auf Eis gelegt, da es zu Streitigkeiten zwischen den Sportlern und den Teambesitzern kam.

 

Kontroverse Vertragsformulierung

Die PEA schmückte sich bei ihrer Gründung im September 2016 als Organisation, die „den Spielern beispiellose Vorteile bringt“, verscherzte es sich jedoch kurz darauf bereits mit den Profis, die sie umwerben wollte. Laut eines Beschwerdebriefs, der von Scott Smith im Namen der Spieler von fünf der insgesamt sieben Gründungsteams der PEA geschrieben wurde, hatten die Vertragspartner die Verpflichtungen der Teams gegenüber der Organisation in den bereits unterschriebenen Verträgen falsch dargestellt.

Aus dem Brief geht beispielsweise hervor, dass vereinbart schien, dass Mitglieder der PEA auch weiterhin in anderen, etablierteren CS:GO-Ligen antreten können, wie beispielsweise der ESL Pro League. Doch vergangenen Monat wiesen die PEA-Besitzer darauf hin, dass es möglich sei, den Spielern zu untersagen, in rivalisierenden Ligen zu spielen.

Die Spieler kämpften daraufhin mit harten Bandagen. Die Pro-Gamer der Teams Cloud9, Counter Logic Gaming, Immortals, Team Liquid, Team SoloMid und NRG Esports einigten sich gemeinsam darauf, in der ESL statt in der EPA anzutreten, womit compLexity Gaming das einzig verbleibende Team in der PEA war. Der Vorsitzende der PEA, Jason Katz, erklärte daraufhin gegenüber Polygon, dass die Pläne für die Liga nun vorerst auf Eis liegen.