Es gibt wieder einmal neue Prognosen zum Wachstum des eSports-Marktes. Newzoo erwartet laut seines neuen Berichts zur weltweiten Lage des eSports ein langsameres Wachstum für 2017, welches bis 2020 dann jedoch wieder an Fahrt aufnehmen soll.

 

2016 ist schwer zu toppen

Trotz einer prognostizierten Wachstumsrate von 41,3 Prozent (203 Millionen Dollar) im Vergleich zu 2016, markiert diese aktuelle Vorhersage eine Verlangsamung des Wachstums. Vergangenes Jahr sprang der globale Umsatz im Bereich eSports um 97,2 Prozent nach oben (243 Millionen Dollar). Newzoo erwartet ab 2018 ein verstärktes Momentum, welches 2020 schließlich in einem weltweiten Umsatz von 1,5 Milliarden Dollar münden soll, was einem durchschnittlichen jährlichen Plus von 268 Millionen Dollar entsprechen würde.

In dieser Phase soll auch die Zuschauerschaft zulegen, jedoch langsamer als das monetäre Wachstum. 2017 schätzt Newzoo die Zahl auf 385 Millionen Zuschauer, davon 191 Millionen Hardcore-Fans und 194 Millionen Gelegenheitszuschauer. Bis 2020 soll die Fanbasis der „Ultras“ auf 286 Millionen wachsen.

 

Umsatz kommt hauptsächlich aus Sponsoring

Für gesteigerte Umsätze werden Sponsoring, Werbung, Medienverwertungsrechte, Tickets und Merchandise sorgen. Investitionen der Zuschauer werden 2017 einen vergleichsweise kleinen Teil beitragen. Newzoo CEO Peter Warman: „eSports wächst nicht nur exponentiell, als unabhängiges Geschäft und Industrie, es beschleunigt auch die Annäherung bestehender Branchen. Für Marken, Medien und Unterhaltungsfirmen eröffnet eSports die Möglichkeit die liebste Freizeitbeschäftigung der Digital Natives und Millenials zu monetisieren: Spiele spielen und Game-Content anzusehen.“

Der Löwenanteil des Geldes im eSports kommt aus Markeninvestitionen, welche 516 Millionen Dollar des für dieses Jahr erwarteten 696 Millionen Dollar Umsatzes ausmachen. Sponsorenverträge tragen 266 Millionen Dollar bei, Werbung 155 Millionen Dollar und Medienrechte 95 Millionen Dollar. Die Ausgaben der Konsumenten machen momentan lediglich knapp 64 Millionen Dollar aus, Gelder von Publisherseite immerhin 98 Millionen Dollar.