Newzoo veröffentlicht seinen vierteljährlichen Global Games Market Report und prognostiziert für 2017 einen Umsatz von 108,9 Milliarden US-Dollar aus Gaming. Spiele für Smartphones und Tablets sollen 46,1 Milliarden Dollar des Gesamtmarkts ausmachen. Damit wäre Mobile das lukrativste Segment im Videospielgeschäft. Bis 2020 soll es von den aktuell für 2017 erwarteten 42 Prozent Marktanteil auf über 50 Prozent kommen.

 

Tablets verlieren

Die Umsätze aus dem Mobile-Sektor werden hauptsächlich von Smartphones generiert. Tablets verkaufen sich immer schlechter, wodurch 2017 insgesamt 35,3 Milliarden der Umsätze aus Mobile über Smartphones realisiert werden sollen. Zwar seien weltweit 280 Millionen Tablets im Umlauf, doch sie seien „nur“ für leicht über 10 Milliarden US-Dollar Umsatz verantwortlich.

 

China treibt den Markt voran

Einer der Hauptgründe für den weiterhin rasch wachsenden Mobile-Markt sei China. Die APAC-Territorien sollen 2017 knapp 47 Prozent der weltweiten Umsätze generieren. China allein werde für ein Viertel verantwortlich sein und die Marke von 27,5 Milliarden Dollar erreichen. Damit fiele die USA mit 25,1 Milliarden auf Platz zwei zurück. Doch selbst ohne China, Japan und Korea erwarte man, dass Asien die am schnellsten wachsende Region der nächsten Jahre werde. Die akkumulierten Umsätze aus Gaming in den asiatischen Ländern ohne die großen drei sollen bis 2020 die Marke von 10,5 Milliarden erreichen. Aktuell sind es 4,5 Milliarden Dollar.

Auch die EMEA-Region ist im rapiden Wachstum begriffen und soll 2017 bereits 26,2 Milliarden Dollar umsetzen. Lateinamerika werde dieses Jahr auf 4,4 Milliarden Dollar wachsen.

 

PC-User wechseln auf Smartphones

Der PC- und Konsolenmarkt unterdessen soll dieses Jahr 33,5 Milliarden Dollar umsetzen – zwei Drittel davon aus digitalen Verkäufen. Letztes Jahr trugen Sony und Microsoft alleine 14 Milliarden Dollar bei. Dazu zählen Einnahmen aus First-Party-Spielen, Third-Party-Gebühren und Einnahmen aus Abos. Während die Konsolen sich aktuell besser entwickeln als erwartet, erkennt Newzoo ein zunehmendes Engagement der PC-User, bei gleichzeitig fallenden Verkäufen. PC-Spiele sollen bis 2019 insgesamt den Stand von 24,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz erreichen. Das wäre ein deutlicher Rückgang, verglichen mit den 29 Milliarden aus dem Januarbericht von Newzoo. Problematisch für den PC seien vor allem die User von Browser- und Social-Games, die auf Mobile-Geräte abwandern.

 

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