Lizenz-Stopp: EA legt sich mit Waffenherstellern an

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Electronic Arts will keine Lizenzen mehr an Waffenhersteller zahlen, wenn Feuerwaffen in EA-Titeln auftauchen. Das berichtet Reuters. Dabei beruft sich EA auf das Recht auf freie Meinungsäußerung.

„Die Actionspiele, die wir in diesem Jahr veröffentlichen, werden keine lizensierten Bilder von Waffen beinhalten“, so Firmensprecher Jeff Brown.

Allerdings wird vermutet, dass EA an Waffenhersteller wie McMillan Group nur geringe oder überhaupt keine Lizenzen bezahlt hat und die entsprechenden Abschlüsse zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten getätigt wurden.

„Wir erzählen eine Geschichte und wir haben eine Perspektive“, ergänzt Frank Gibeau, Label-President bei EA. „Ein Buch muss nicht dafür bezahlen, wenn es zum Beispiel das Wort Colt nennt.“

Wayne LaPierre, Chef der US-Waffenorganisation NRA, hatte die Videospieleindustrie nach dem Amoklauf in Newton, Conneticut, scharf angegriffen. Laut LaPierre sei die Videospieleindustrie „eine hartherzige, verderbende Schattenindustrie, die Gewalt gegen die eigenen Leute verkauft und sät.“

Laut EA hätte die Entscheidung allerdings nichts mit politischen Diskussionen zu tun.