Spiele treiben App-Wirtschaft an

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Mit Spielen wird in den App-Stores für Smartphones und Tablets mit Abstand am meisten umgesetzt: Weltweit wurden im vergangenen Jahr 41,1 Milliarden US-Dollar Umsatz mit Apps aller Kategorien erzielt. 34,8 Milliarden US-Dollar entfielen dabei auf Spiele-Apps. Das entspricht einem Anteil von 85 Prozent aller weltweit erzielten Umsätze in den App-Stores von Smartphones und Tablets. Auch in den deutschsprachigen App-Stores sind Spiele für einen Großteil der Umsätze verantwortlich: Hierzulande stehen sie für rund 76 Prozent der erzielten Umsätze. Das gab der BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware auf Basis einer Marktanalyse der Spezialisten von App Annie bekannt. Bis 2020 wird sich an der dominierenden Rolle der Spiele-Apps nur wenig ändern: Von den dann 101 Milliarden US-Dollar, die mit Apps aus allen Kategorien erwirtschaftet werden, entfallen 74,6 Milliarden US-Dollar auf Spiele. Dies entspricht einem Umsatz-Anteil von 74 Prozent.

„Die boomende App-Wirtschaft wird durch Spiele-Apps angetrieben – jetzt und in der Zukunft“, fasst BIU-Geschäftsführer Dr. Maximilian Schenk die Analyse-Ergebnisse zusammen. „Spiele-Apps sind einer der wesentlichen Attraktivitätsfaktoren von Mobilgeräten und öffnen damit die Türen für die übrige App-Wirtschaft.“

 

Unternehmen aus den USA und Japan profitieren

Vor allem Unternehmen aus den USA und Japan profitieren derzeit vom weltweiten App-Boom: Von den 52 Unternehmen, die weltweit den höchsten Umsatz in den App-Stores über alle Kategorien hinweg erzielen, stammen 17 aus den USA und 16 aus Japan. Auch China hat sich als Standort für App-Entwickler in der Weltspitze etabliert: 9 Unternehmen aus dem Reich der Mitte zählen zu den 52 umsatzstärksten App-Anbietern. Aus Deutschland kommen dagegen lediglich 2 Unternehmen: Goodgame Studios aus Hamburg und Bertelsmann, die vor allem mit einer in Kanada entwickelten App erfolgreich in den App Stores sind. Schenk: „Mit den App-Stores ist innerhalb weniger Jahre ein neuer digitaler Wirtschaftsbereich entstanden, der weltweit Milliarden-Umsätze generiert. Bisher profitiert Deutschland aber viel zu wenig von dem Boom in diesem internationalen Markt. Der Grund: Entwickler von Spielen haben hierzulande mit deutlichen standortbedingten Wettbewerbsnachteilen im Vergleich zur internationalen Konkurrenz zu kämpfen. Doch gerade Spiele-App-Entwickler sind die wichtigsten Markt-Treiber. Ändern sich die Rahmenbedingungen in Deutschland nicht, verpassen wir bis auf einige wenige Leuchttürme international immer stärker den Anschluss.“